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<title>Interreligiöser Dialog</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Interreligiöser Dialog</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Interreligiöser Dialog</b> und <b>Dialog der Religionen</b> sind Bezeichnungen für einen von Repräsentanten von <a href="Religion" title="Religion">Religionen</a> angestrebten, im Idealfall gleichberechtigten, respektvollen und kritischen Meinungsaustausch. Er umfasst die Begegnung und die Zusammenarbeit in Alltag und <a href="Theologie" title="Theologie">Theologie</a> zwischen Vertretern und Angehörigen verschiedener Religionen. Der interreligiöse Dialog kann mehrere Religionen gleichzeitig einbeziehen, häufiger sind jedoch Begegnungen zwischen zwei Religionen. Die <a href="Religionstheologie" title="Religionstheologie">Religionstheologie</a> verhandelt das Selbstverständnis einer Religion gegenüber anderen Religionen vor dem Hintergrund ihres Anspruchs auf Wahrheit und Heilsvermittlung.
</p><p>Der Begriff <i>intra</i>religiöser Dialog, der den Dialog zwischen <a href="Konfession" title="Konfession">Konfessionen</a> innerhalb einer Religion bezeichnet, wird wenig verwendet. Manchmal sind Konfessionen so verschieden bzw. verfeindet, dass der Dialog zwischen ihnen sogar schwieriger ist als der interreligiöse.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aktuelle_Bedeutung">Aktuelle Bedeutung</h2></div>

<p>Der <i>Dialog der Religionen</i> und der <i>interreligiöse Dialog</i> haben nach den <a href="Terroranschl%C3%A4ge_am_11._September_2001" title="Terroranschläge am 11. September 2001">Terroranschlägen vom 11. September 2001</a> an Bedeutung gewonnen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Sie werden von fast allen <a href="Demokratie" title="Demokratie">Demokratien</a> und von vielen <a href="Religionsgemeinschaft" class="mw-redirect" title="Religionsgemeinschaft">Religionsgemeinschaften</a> gefordert und gefördert. Als Faktoren dafür werden zum Beispiel genannt:
</p>
<ul><li><a href="Globalisierung" title="Globalisierung">Globalisierung</a>,</li>
<li>weltweite <a href="Migration" title="Migration">Migration</a> und damit globale <a href="Pluralisierung" class="mw-redirect" title="Pluralisierung">Pluralisierung</a>,</li>
<li><a href="Konflikt" title="Konflikt">Konflikte</a>, bei denen Religiöses eine Rolle spielt und/oder als ein Motiv genannt wird (manchmal wird Religion als Handlungsgrund vorgeschoben, obwohl etwas anderes das Handeln motiviert);</li>
<li><a href="Terrorismus" title="Terrorismus">Terrorismus</a> in vielen Ländern, der religiöse Motive behauptet. Als ein Fanal dieser Art von Terrorismus gelten die <a href="Terroranschl%C3%A4ge_am_11._September_2001" title="Terroranschläge am 11. September 2001">Anschläge am 11. September 2001</a> („9/11“) unter anderem auf das <a href="World_Trade_Center" title="World Trade Center">World Trade Center</a>;</li>
<li>das <a href="Bev%C3%B6lkerungswachstum" class="mw-redirect" title="Bevölkerungswachstum">Bevölkerungswachstum</a> in vielen Ländern der Welt, darunter in vielen islamisch geprägten Ländern. Es fördert den Kampf um Ressourcen (z.&nbsp;B. Äcker, Grundstücke, Wasser).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Haltung_verschiedener_Religionen_zum_interreligiösen_Dialog"><span id="Die_Haltung_verschiedener_Religionen_zum_interreligi.C3.B6sen_Dialog"></span>Die Haltung verschiedener Religionen zum interreligiösen Dialog</h2></div>
<p>In historischer Reihenfolge der Existenz der Religionsgemeinschaften.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hinduismus">Hinduismus</h3></div>
<p>Der <a href="Hinduismus" title="Hinduismus">Hinduismus</a> bildet weniger ein geschlossenes <a href="Glaube_(Religion)" title="Glaube (Religion)">Glaubenssystem</a>, als vielmehr einen Strom sehr verschiedener Gemeinschaften und Grundannahmen. Innerhinduistisch gibt es starke Traditionen des Dialoges miteinander, des Aushaltens von Unterschieden und des Bekennens grundlegender Gemeinsamkeiten. Fremde Religionen wurden und werden häufig als Aspekte der eigenen Wahrheit betrachtet und toleriert („Heilsinklusivismus“).
</p><p>Andere innerindische <a href="Religion" title="Religion">Religionen</a> wie der <a href="Buddhismus" title="Buddhismus">Buddhismus</a>, <a href="Jainismus" title="Jainismus">Jainismus</a> oder <a href="Sikhismus" title="Sikhismus">Sikhismus</a> müssen seit ihrer Entstehung gegenüber ihrem hinduistischen Umfeld immer wieder ihre eigenständige <a href="Identit%C3%A4t" title="Identität">Identität</a> betonen, um nicht „aufgesogen“ zu werden. So deuteten hinduistische Gelehrte den <a href="Buddha" title="Buddha">Buddha</a> als Verkörperung (<a href="Avatara" title="Avatara">Avatara</a>) des Gottes <a href="Vishnu" title="Vishnu">Vishnu</a>, was neben dem Vordringen des <a href="Islam" title="Islam">Islams</a> weitgehend zum Erlöschen des Buddhismus in <a href="Indien" title="Indien">Indien</a> beitrug. Auf manchen modernen hinduistischen Altären sind auch schon <a href="Votivbild" class="mw-redirect" title="Votivbild">Votivbilder</a> etwa von <a href="Christus" class="mw-redirect" title="Christus">Christus</a> oder <a href="Mutter_Teresa" title="Mutter Teresa">Mutter Teresa</a> zu finden, integriert mit anderen hinduistischen Gottheiten und Heiligen, ohne dass die entsprechend Betenden daraus einen Widerspruch oder gar Glaubenswechsel ableiten würden. Viele hinduistische Vertreter beteiligen sich gerne am <i>Dialog der Religionen</i>, betonen dabei aber oft ein Verständnis von <a href="Alleinheit" title="Alleinheit">Einheit</a>, von dem sich Andersglaubende vereinnahmt fühlen.
</p><p>Hinduistische Kritiker des Dialoges dagegen sehen in diesem vor allem <a href="Missionierende_Religion" title="Missionierende Religion">Missionsversuche</a>, weshalb sie Befürwortern manchmal <a href="Naivit%C3%A4t" title="Naivität">Naivität</a> vorwerfen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Judentum">Judentum</h3></div>
<p>Das <a href="Judentum" title="Judentum">Judentum</a> beansprucht keine Heilsexklusivität und sieht daher auch keinen Missionsauftrag: Auch Angehörige anderer Glaubensrichtungen können „Anteil an der kommenden Welt“ erlangen, wenn sie bestimmte moralische Grundregeln (siehe <a href="Noachidische_Gebote" title="Noachidische Gebote">Noachidische Gebote</a>) einhalten. Laut <a href="Talmud" title="Talmud">Talmud</a> hat <a href="Gott" title="Gott">Gott</a> den Menschen und Völkern durchaus verschiedene Wege gewiesen bzw. erwählt.
</p><p>Entsprechend gelten die an <a href="Adam_und_Eva" title="Adam und Eva">Adam</a> und <a href="Noach" title="Noach">Noah</a> ergangenen Gebote für alle Menschen, ehrt <a href="Abraham" title="Abraham">Abraham</a> den fremden Priesterkönig <a href="Melchisedek" title="Melchisedek">Melchisedek</a>, lässt sich <a href="Mose" title="Mose">Moses</a> von seinem Schwiegervater, dem midiantischen Priester <a href="Jitro_(Person)" title="Jitro (Person)">Jitro</a> beraten und wird der persische König <a href="Kyros_II." title="Kyros II.">Kyros</a> sogar als <a href="Messias" title="Messias">Messias</a> beschrieben, der von <a href="Gott" title="Gott">Gott</a> einen Auftrag (die Erlaubnis der Rückkehr der Juden aus dem <a href="Babylonisches_Exil" title="Babylonisches Exil">babylonischen Exil</a> und Unterstützung beim Wiederaufbau des Tempels) erhält und durchführt.
</p><p>Bis heute beteiligen sich jüdische Vertreter daher häufig am <i>Dialog der Religionen</i>, insofern sie sich nicht vereinnahmt fühlen. Statt eines auch theologischen Dialogs befürworten sie jedoch häufiger die praktische <a href="Kooperation" title="Kooperation">Zusammenarbeit</a>, da nach jüdischer Überzeugung das Handeln wichtiger ist als der abstrakte Austausch über den letztlich doch das Verständnis übersteigenden Gott (<a href="Orthopraxie" title="Orthopraxie">Orthopraxie</a>).
</p><p>Jüdische Kritiker des Dialoges befürchten meist Vereinnahmung oder auch direkte <a href="Judenmission" title="Judenmission">Missionsabsichten</a> der christlichen oder auch islamischen Gesprächspartner.
</p><p>In Berlin gab es bereits Anfang der 1930er Jahre von <a href="Rabbiner" title="Rabbiner">Rabbiner</a> <a href="Leo_Baeck" title="Leo Baeck">Leo Baeck</a> ins Leben gerufene christlich-jüdische Gespräche, deren Ziel die interreligiöse und kulturelle Verständigung zwischen Juden und Christen in Deutschland war.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Rodger_Kamenetz" title="Rodger Kamenetz">Rodger Kamenetz</a> hatte sich als Autor des Buches <i>The Jew in the Lotus</i> mit dem interreligiösen Dialog zwischen Judentum und dem tibetanischen Buddhismus auseinandergesetzt. Er prägte den Ausdruck „Jubus“ als Ausdruck einer zweifachen Identität.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zu den bekannteren amerikanischen Jubus gehören viele Prominente, so <a href="Leonard_Cohen" title="Leonard Cohen">Leonard Cohen</a>, <a href="Doug_Fieger" title="Doug Fieger">Doug Fieger</a>, <a href="Allen_Ginsberg" title="Allen Ginsberg">Allen Ginsberg</a>, <a href="Natalie_Goldberg" title="Natalie Goldberg">Natalie Goldberg</a>, <a href="Goldie_Hawn" title="Goldie Hawn">Goldie Hawn</a> und <a href="Kate_Hudson" title="Kate Hudson">Kate Hudson</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Buddhismus">Buddhismus</h3></div>
<p>Der <a href="Buddhismus" title="Buddhismus">Buddhismus</a> versteht sich mehrheitlich nicht als exklusive <a href="Religionsgemeinschaft" class="mw-redirect" title="Religionsgemeinschaft">Religionsgemeinschaft</a>, sondern als Wahrheitslehre, die sich dem Lernenden und Übenden durch eigene Einsicht und Erfahrung erschließen soll.
</p><p>Entsprechend gehören Gespräche und Diskussionen des <a href="Buddha" title="Buddha">Buddha</a> und nachfolgender <a href="M%C3%B6nch" class="mw-redirect" title="Mönch">Mönche</a> vor allem mit hinduistischen <a href="Brahmane" class="mw-redirect" title="Brahmane">Brahmanen</a> bereits zum ältesten Bestand buddhistischer Schriften. Dabei geht es jedoch eher um eine Weitergabe der <a href="Dogma" title="Dogma">Lehre</a> als um einen gleichberechtigten Austausch. So können Götter aus buddhistischer Sicht durchaus geachtet werden, stellen jedoch selbst auch nur vorläufige <a href="Existenz" title="Existenz">Existenzen</a> dar. Ob dies aus buddhistischer Sicht auch für den einen Gott der <a href="Abrahamitische_Religion" class="mw-redirect" title="Abrahamitische Religion">abrahamitischen Religionen</a> gilt oder ob dieser wie das <a href="Nirwana" title="Nirwana">Nirwana</a> eine unfassbare <a href="Wirklichkeit" title="Wirklichkeit">Wirklichkeit</a> bezeichnet, ist ein häufiges Thema des Dialoges Andersglaubender mit dem Buddhismus.
</p><p>Buddhistische Vertreter beteiligen sich daher häufig am <i>Dialog der Religionen</i>, sprechen jedoch mit wenigen Ausnahmen (wie dem <a href="Dalai_Lama" title="Dalai Lama">Dalai Lama</a>) meist nur für sich bzw. für kleinere buddhistische Schulen.
</p><p>Buddhistische Kritiker des Dialoges wenden ein, die Beteiligung am <i>Dialog der Religionen</i> impliziere, dass der Buddhismus lediglich eine <a href="Religionsgemeinschaft" class="mw-redirect" title="Religionsgemeinschaft">Religionsgemeinschaft</a> und ein <a href="Glaube_(Religion)" title="Glaube (Religion)">Glaubenssystem</a> sei. Dies entspreche aber nicht dem buddhistischen Selbstverständnis.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Christentum">Christentum</h3></div>
<p>Laut <a href="Neues_Testament" title="Neues Testament">Neuem Testament</a> beschränkt <a href="Jesus_von_Nazaret" title="Jesus von Nazaret">Jesus</a> die Verkündung des <a href="Evangelium_(Glaube)" title="Evangelium (Glaube)">Evangeliums</a> zunächst vorwiegend auf das jüdische Volk, reagiert aber auch positiv auf den <a href="Glaube_(Religion)" title="Glaube (Religion)">Glauben</a>, den ihm Menschen aus anderen Hintergründen entgegenbringen. So nimmt er die <a href="Samaritaner" title="Samaritaner">Samaritanerin</a> am Brunnen an (<a href="Evangelium_nach_Johannes" title="Evangelium nach Johannes"><span style="white-space:nowrap;">Joh</span></a> 4,7-9&nbsp;), die daraufhin Vertrauen zu ihm fasst, und lobt den Glauben des römischen Hauptmanns von <a href="Kafarnaum" title="Kafarnaum">Kapernaum</a> (<a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 8,10&nbsp;), der ihm zutraut, seinen Knecht zu heilen. Im <a href="Gleichnis_vom_barmherzigen_Samariter" class="mw-redirect" title="Gleichnis vom barmherzigen Samariter">Gleichnis vom barmherzigen Samariter</a> präsentiert er einen Andersglaubenden als ethisches Vorbild für die frommen Juden (<a href="Evangelium_nach_Lukas" title="Evangelium nach Lukas"><span style="white-space:nowrap;">Lk</span></a> 10,29-37&nbsp;), und in der Heilung der Tochter der kanaanäischen Frau lässt Jesus sich sogar dahingehend bitten, dass er seine Sendung nicht auf das Volk Israel beschränken soll (<a href="Evangelium_nach_Markus" title="Evangelium nach Markus"><span style="white-space:nowrap;">Mk</span></a> 7,27-29&nbsp;). Schließlich spricht er auch von „anderen Schafen“ (Nicht-Juden), die seinen Ruf hören werden (<a href="Evangelium_nach_Johannes" title="Evangelium nach Johannes"><span style="white-space:nowrap;">Joh</span></a> 10,16&nbsp;). Nach der Auferstehung wird das Heilsangebot schließlich auf alle Menschen übertragen („<a href="Missionsbefehl" title="Missionsbefehl">Missionsbefehl</a>“).
</p><p>Grundsätzlich gilt es zwischen liberal-ökumenischen und konservativen Strömungen zu unterscheiden. Die <a href="%C3%96kumenische_Bewegung" title="Ökumenische Bewegung">ökumenischen Organisationen</a> unterstreichen die Bedeutung des interreligiösen Dialogs, so etwa die <a href="Konferenz_Europ%C3%A4ischer_Kirchen" title="Konferenz Europäischer Kirchen">Konferenz Europäischer Kirchen</a> in der <a href="Charta_oecumenica" class="mw-redirect" title="Charta oecumenica">Charta oecumenica</a>.
</p><p>Für die <a href="Evangelische_Kirche_in_Deutschland" title="Evangelische Kirche in Deutschland">Evangelische Kirche in Deutschland</a> ist „Dialog auf allen möglichen Ebenen notwendig und ohne Alternative“<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Die Generalsynode der <a href="Evangelische_Kirche_A._u._H._B._in_%C3%96sterreich" title="Evangelische Kirche A. u. H. B. in Österreich">Evangelischen Kirche A. u. H. B. in Österreich</a> veröffentlichte 2011 eine Orientierungshilfe für Evangelische Christen im interreligiösen Dialog mit dem Islam, in der jenes Miteinander gesucht werden soll, das dem Frieden und der guten Nachbarschaft dient<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p>

<p>Die katholische Kirche hat den <a href="Exklusivismus" title="Exklusivismus">Heilsexklusivismus</a> früherer Jahrhunderte im <a href="Zweites_Vatikanisches_Konzil" title="Zweites Vatikanisches Konzil">2. Vatikanischen Konzil</a> aufgegeben. In Konzilstexten wie <i><a href="Lumen_gentium" title="Lumen gentium">Lumen gentium</a></i> und <i><a href="Nostra_Aetate" class="mw-redirect" title="Nostra Aetate">Nostra Aetate</a></i> werden in dieser Reihenfolge andere Christen, Juden, Muslime, Anders- und auch Nichtglaubende als <i>auf Gottes Wahrheit</i> hin geordnet beschrieben, insofern sie <i>nicht ohne göttliche Gnade</i> ein gerechtes Leben zu führen sich bemühen. Es wird anerkannt, dass sich <i>Strahlen der Wahrheit</i> auch in anderen <a href="Religion" title="Religion">Religionen</a> finden lassen. Begegnungen mit dem <a href="Papst" title="Papst">Papst</a>, wie beispielsweise die <a href="Weltgebetstreffen" title="Weltgebetstreffen">Weltgebetstreffen</a> in <a href="Assisi" title="Assisi">Assisi</a>, sind seit einigen Jahrzehnten zu den vielleicht stärksten <a href="Symbol" title="Symbol">Symbolen</a> des <i>Dialoges der Religionen</i> geworden. Seit der Zeit des 2. Vatikanischen Konzils existiert auch der <a href="P%C3%A4pstlicher_Rat_f%C3%BCr_den_Interreligi%C3%B6sen_Dialog" class="mw-redirect" title="Päpstlicher Rat für den Interreligiösen Dialog">Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog</a>, der 1964 als <i>Sekretariat für Nicht-Christen</i> errichtet wurde und die Aktivitäten der römischen <a href="Kurie" class="mw-redirect" title="Kurie">Kurie</a> im Dialog mit anderen Religionen koordiniert. Ihm angeschlossen ist außerdem die <a href="P%C3%A4pstliche_Kommission_f%C3%BCr_religi%C3%B6se_Beziehungen_zu_den_Muslimen" title="Päpstliche Kommission für religiöse Beziehungen zu den Muslimen">Päpstliche Kommission für religiöse Beziehungen zu den Muslimen</a>. Beide Institutionen leitete Kardinal <a href="Jean-Louis_Tauran" title="Jean-Louis Tauran">Jean-Louis Tauran</a> von 2007 bis zu seinem Tod im Juli 2018.
</p><p>Konservativ orientierte <a href="Freikirche" title="Freikirche">Freikirchen</a> und Gemeinschaften lehnen hingegen einen interreligiösen Dialog meist dahingehend ab, dass man die Gefahr einer Aufgabe eigener Positionen und der <a href="Religionsvermischung" class="mw-redirect" title="Religionsvermischung">Religionsvermischung</a> sieht. Hierbei steht vor allem der im Neuen Testament an zahlreichen Stellen formulierte <a href="Absolutheitsanspruch" title="Absolutheitsanspruch">Absolutheitsanspruch</a> Christi gemeinsamen gottesdienstlichen Handlungen entgegen.
</p><p>Christliche Kritiker des Dialogs bemängeln außerdem die Art, in der interreligiöse Begegnungen vom Papst geführt werden, und werfen die Frage auf, ob diese als Dialog zu bezeichnen sind. Andere fürchten die Vernebelung des Unterschiedes zwischen Wahrheit und Unwahrheit sowie die Preisgabe der Mission. Auch eine mögliche Naivität gegenüber den „wahren“ Zielen Andersglaubender im Dialog wird als Gefahr gesehen. Besonders <a href="Papst" title="Papst">Papst</a> <a href="Franziskus_(Papst)" title="Franziskus (Papst)">Franziskus</a> und sein Vorgänger Papst <a href="Benedikt_XVI." title="Benedikt XVI.">Benedikt XVI.</a> traten diesen Kritikern entgegen und beschrieben <a href="Wahrheit#Römisch-Katholische_Kirche" title="Wahrheit">Wahrheit</a> jeweils als Beziehung, die sich den Menschen nur als Weg offenbart und nicht in absoluter Weise möglich zu besitzen ist.
</p><p>Papst Franziskus setzte während seines Pontifikats in zahlreichen persönlichen Begegnungen, Ansprachen, Gesten und kirchlichen Dokumenten markante Akzente im Dialog mit den verschiedenen religiösen und spirituellen Traditionen<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Beispielhaft dafür ist etwa die Unterzeichnung des <a href="Dokument_%C3%BCber_die_Br%C3%BCderlichkeit_aller_Menschen_f%C3%BCr_ein_friedliches_Zusammenleben_in_der_Welt" title="Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt"> Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt</a> mit dem Großimam der al-Azhar <a href="Ahmad_al-Tayyib" title="Ahmad al-Tayyib">Ahmad al-Tayyib</a> zu nennen.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Islam">Islam</h3></div>
<p>Laut <a href="Koran" title="Koran">Koran</a> gelten <a href="Judentum" title="Judentum">Judentum</a>, <a href="Christentum" title="Christentum">Christentum</a> und unter Umständen auch andere <a href="Religion" title="Religion">Religionen</a> als Vorläufer der islamischen Gemeinschaft, deren <a href="Glaube_(Religion)" title="Glaube (Religion)">Glauben</a> sie (laut Mehrheitsmeinung) ebenfalls zu <a href="Gott" title="Gott">Gott</a> führen könne. Der <a href="Islam" title="Islam">Islam</a> sei freilich der bessere und beste Weg. Neben zahlreichen <a href="Hadith" title="Hadith">Hadithen</a> berufen sich islamische Befürworter des Dialoges gerne auf das Glaubensgespräch des Propheten <a href="Mohammed" title="Mohammed">Mohammed</a> mit den <a href="Christ" class="mw-redirect" title="Christ">Christen</a> von <a href="Nadschaf" title="Nadschaf">Nadschaf</a>, das zwar ohne <a href="Einigung" title="Einigung">Einigung</a>, aber in gegenseitigem <a href="Respekt" title="Respekt">Respekt</a> geführt und beendet wurde und auch im Koran gewürdigt wird. Einige islamische <a href="Theologe" title="Theologe">Theologen</a> vertreten die Auffassung, dass das Wort Islam neben der Bezeichnung des konkreten Glaubenssystems auch eine Haltung der Gotteshingabe ausdrücke, die auch von Christen, Juden und anderen praktiziert werden könne. In diesem Sinne könne ein <i>guter</i> Gottgläubiger auch dann <i>Islam</i> praktizieren, wenn er sich selbst nicht als <i><a href="Muslim" title="Muslim">Muslim</a></i> im engeren Wortsinn verstehe.
</p><p>Ein weiteres Problem im Dialogverständnis des Islam ist praktischer Art. Im Islam ist für andersreligiöse Gruppen, gleichgültig ob diese in muslimisch beherrschtem Gebiet eine Mehrheit (wie im mittelalterlichen Spanien) oder eine Minderheit (z.&nbsp;B. in den meisten nordafrikanischen Staaten und in Ägypten nach der islamischen Eroberung dieser ehemaligen Kerngebiete des Christentums) darstellen, ein eingeschränkter Rechtsstatus als sog. „<a href="Dhimma" title="Dhimma">Dhimmi</a>“ (Schutzbefohlene) vorgesehen. Dadurch ist beim interreligiösen Gespräch stets ein gewisses Machtgefälle zwischen den moslemischen und den andersgläubigen Vertretern gegeben, was ein freies, gleichberechtigtes Gespräch erschwert.
</p><p>Nach orthodoxer Lehre ist es Muslimen im interreligiösen Gespräch nur erlaubt, durch gutes Vorbild (<a href="Da'wa" class="mw-redirect" title="Da'wa">Da'wa</a>) in bester Art miteinander einen Diskurs zu führen. Jede Form von Zwang oder Gewalt, um Andersgläubigen den Islam zu vermitteln, ist untersagt; vergleiche <a href="Kein_Zwang_in_der_Religion" title="Kein Zwang in der Religion">Kein Zwang in der Religion</a>.
</p><p>Obgleich Muslime häufig den <i>Dialog der Religionen</i> befürworten, brauchen Andersglaubende oft viel Geduld, um wirklich auf eine Ebene des gleichberechtigten Austauschs zu gelangen. In einer hierarchisch geführten Diskussion werden „<a href="Aufkl%C3%A4rung" title="Aufklärung">Aufklärung</a>“ und „Modernisierung“ des Islams eingemahnt. Freie, fundamentalistische Christengemeinden betrachten den Islam oft als „christliche <a href="H%C3%A4resie" title="Häresie">Häresie</a>“. Dies spiegelt sich in der Literatur von Autoren wie <a href="Ibn_Warraq" title="Ibn Warraq">Ibn Warraq</a> wider. Andererseits erscheint es Juden und Christen im Dialog mit Muslimen häufig, als Vorläufer des Islam einsortiert zu werden, deren Übereinstimmungen mit dem islamischen Glauben zwar vorgeblich gewürdigt, abweichende Haltungen aber als bedauerliche Verfälschungen abgetan werden. Nachfolgende <a href="Religionsgemeinschaft" class="mw-redirect" title="Religionsgemeinschaft">Religionsgemeinschaften</a> wie <a href="Bahai" class="mw-redirect" title="Bahai">Bahai</a>, <a href="Drusen" title="Drusen">Drusen</a> oder <a href="Aleviten" title="Aleviten">Aleviten</a> sehen sich häufig entweder vereinnahmt oder als vom Glauben Abgefallene (<a href="Apostat" class="mw-redirect" title="Apostat">Apostaten</a>) abgelehnt, denen als solche in einigen islamischen Ländern die Todesstrafe droht; siehe auch <a href="Religionsfreiheit" title="Religionsfreiheit">Religionsfreiheit</a>. Dennoch haben einige islamische <a href="Liberale_Bewegungen_im_Islam" title="Liberale Bewegungen im Islam">Reformer und Basisinitiativen</a> neue Ansätze des Dialoges auf den Weg gebracht, die jedoch wegen der konfliktreichen Weltlage derzeit wenig Erfolg haben.
</p>

<p>Als Dialoginitiative mit islamischen Hintergrund kann die im Oktober 2011 vom <a href="Saudi-Arabien" title="Saudi-Arabien">saudi-arabischen</a> <a href="Abdullah_ibn_Abd_al-Aziz" title="Abdullah ibn Abd al-Aziz">König Abdullah</a> erfolgte Gründung des <a href="K%C3%B6nig-Abdullah-Zentrum_f%C3%BCr_interreligi%C3%B6sen_und_interkulturellen_Dialog" title="König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog">König-Abdullah-Zentrums für interreligiösen und interkulturellen Dialog</a> (KAICIID), einer globalen <a href="Nichtregierungsorganisation" title="Nichtregierungsorganisation">NGO</a> mit Sitz in <a href="Wien" title="Wien">Wien</a>, angesehen werden. Vision der Organisation ist es, dass Religion als Wegbereiter zu Respekt und Versöhnung fungieren soll.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Da es in Saudi-Arabien nur Muslimen gestattet ist, ihre Religion auszuüben, und religiöse Freiheiten für andere Glaubensrichtungen stark eingeschränkt sind, sehen Kritiker in der Gründung dieses Zentrums nur eine internationale Image-Pflege Saudi-Arabiens, welche versucht, von den <a href="Menschenrechte" title="Menschenrechte">Menschenrechtsverletzungen</a> im eigenen Land abzulenken.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bahaitum">Bahaitum</h3></div>
<p>Im <a href="Bahaitum" title="Bahaitum">Bahaitum</a> lautet der Auftrag an die Gläubigen „Verkehrt mit allen Religionen in herzlicher Verbundenheit und Eintracht“.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hierdurch sehen sich die Bahai zu offenem und freundschaftlichem Umgang in allen Formen des interreligiösen Dialogs ermutigt.
</p><p>Zu Beginn der Religionsgeschichte der Bahai wandte sich der <a href="Bab" class="mw-redirect" title="Bab">Bab</a> nur an das Volk <a href="Iran" title="Iran">Persiens</a>. In der Folge richtete <a href="Baha%E2%80%99ullah" class="mw-redirect" title="Baha’ullah">Baha’ullah</a> seine Lehre von der Einheit der Menschheit an alle Menschen – gleich welchen Hintergrunds – mit dem Aufruf, diese zu verkünden und danach zu leben.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sowohl der Bab als auch Baha’ullah riefen dabei zur „selbständigen Suche nach Wahrheit“ auf und dazu, religiösen Aberglauben und Vorurteile aufzugeben.
</p><p>Beim interreligiösen Engagement in gesellschaftlichen Themen berufen sich Bahai darauf, dass nach Baha’ullah der Dienst am „Wohlergehen der Menschheit“ als höchstes Gut anzustreben sei. Bahai begegnen dabei den Anhängern anderer Kulturen oder Religionen mit Wertschätzung ihrer Traditionen oder religiösen Wahrheit.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In Foren des interreligiösen Dialogs über Glaubensfragen stoßen Bahai insbesondere gegenüber den anderen <a href="Monotheismus" title="Monotheismus">monotheistischen</a> Religionen auch auf kritische Diskussionen im Hinblick auf ihre Lehre von der <a href="Fortschreitende_Offenbarung" title="Fortschreitende Offenbarung">fortschreitenden Offenbarung</a> Gottes und dem gemeinsamen Ursprung der Religionen in einem Gott. Nach <a href="Peter_Gerlitz" title="Peter Gerlitz">Peter Gerlitz</a> steht der Absolutheitsanspruch in Judentum, Christentum und Islam im Widerspruch zu der Bahai-Lehre von der fortschreitenden Offenbarung, diese mache aber auch „den Weg frei für das interreligiöse Gespräch und überwindet die Gegensätze zwischen den Religionen“.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Manfred_Hutter" title="Manfred Hutter">Manfred Hutter</a> weist auf Gründe hin, warum sich das Bahaitum im Hinblick auf den interreligiösen Dialog „… als vierte abrahamitische Religion etablieren kann.“ Er stellt aber auch fest, dass gegenüber dem Islam der zentrale theologische Konfliktpunkt die islamische Lehre von der abschließenden Offenbarung Gottes im Koran ist.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das <a href="Universales_Haus_der_Gerechtigkeit" title="Universales Haus der Gerechtigkeit">Universale Haus der Gerechtigkeit</a>, das höchste Leitungsgremium der Bahai, hat in einem Aufruf an die religiösen Führer der Welt aus dem Jahr 2002 angesichts einer in vieler Hinsicht desaströsen weltweiten Lage erklärt, dass diese durch tiefe religiöse Gräben noch verstärkt werde. In dem Schreiben wies es auf die Verantwortung des interreligiösen Dialogs hin und hob die Bedeutung der diesem zu Grunde liegenden Wahrheit hervor, dass „… Gott nur einer ist und dass jenseits aller kulturellen Ausdrucksform und menschlicher Interpretation auch Religion nur eine ist.“.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Praxis sind die Bahai in Deutschland auf verschiedenen Ebenen des interreligiösen Dialogs aktiv, so im bundesweiten <a href="Runder_Tisch_der_Religionen_in_Deutschland" title="Runder Tisch der Religionen in Deutschland">Runden Tisch der Religionen in Deutschland</a> und im Abrahamischen Forum<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, ferner in lokalen Gruppen der <a href="Religions_for_Peace" title="Religions for Peace">Religions for Peace (RfP)</a>, in <a href="Rat_der_Religionen" title="Rat der Religionen">Räten der Religionen</a> in einer Reihe von Großstädten sowie in weiteren interreligiösen Foren und Kooperationen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Praxis_des_interreligiösen_Dialogs"><span id="Praxis_des_interreligi.C3.B6sen_Dialogs"></span>Praxis des interreligiösen Dialogs</h2></div>
<p>Interreligiöser Dialog kann auf staatlicher oder religionsgemeinschaftlicher, auf institutionalisierter oder privater Ebene stattfinden und viele Formen annehmen: Gespräche im Alltag, Konferenzen von Religionsführern oder Theologen, Führungen in der eigenen Kirche, gemeinsame Frauengruppen, Austausch von Lehrern (auch für einzelne Lektionen), gemeinsame soziale oder kulturelle Projekte, Mitarbeit bzw. Zusammenarbeit in interreligiösen Organisationen. Das Resultat solcher Begegnungen – und zugleich eine Grundlage für die Vertiefung des Austausches unter den Angehörigen der verschiedenen Religionen – können gemeinsame Erklärungen zum Zusammenleben der Religionen sein.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Konkrete_Formen_des_bi-_und_trilateralen_Dialogs">Konkrete Formen des bi- und trilateralen Dialogs</h3></div>
<p>Die häufigsten Formen des konkreten interreligiösen Dialogs sind:
</p>
<ul><li><a href="J%C3%BCdisch-christlicher_Dialog" class="mw-redirect" title="Jüdisch-christlicher Dialog">Jüdisch-christlicher Dialog</a></li>
<li><a href="Christlich-islamischer_Dialog" title="Christlich-islamischer Dialog">Christlich-islamischer Dialog</a></li>
<li><a href="Christlich-buddhistischer_Dialog" title="Christlich-buddhistischer Dialog">Buddhistisch-christlicher Dialog</a></li>
<li><a href="J%C3%BCdisch-christlich-islamischer_Dialog" title="Jüdisch-christlich-islamischer Dialog">Jüdisch-christlich-islamischer Dialog</a> der sogenannten <a href="Abrahamitische_Religionen" title="Abrahamitische Religionen">Abrahamitischen Religionen</a></li></ul>
<p>In Deutschland bestehen heute die fortgeschrittensten Beziehungen zwischen <a href="Judentum" title="Judentum">Judentum</a> und <a href="Christentum" title="Christentum">Christentum</a>, die eine gemeinsame Anfangsgeschichte und im <a href="Altes_Testament" title="Altes Testament">Alten Testament</a> / dem <a href="Tanach" title="Tanach">Tanach</a> ein weitgehend identisches Heiliges Buch haben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Interreligiöse_Gottesdienste_und_Friedensgebete"><span id="Interreligi.C3.B6se_Gottesdienste_und_Friedensgebete"></span>Interreligiöse Gottesdienste und Friedensgebete</h3></div>
<p>Eine Sonderrolle unter diesen vielfältigen Formen des interreligiösen Dialoges spielen die <a href="Gottesdienst" title="Gottesdienst">Gottesdienste</a> unter Beteiligung Angehöriger verschiedener Religionen. Sie werden oft auch von Befürwortern eines interreligiösen Dialogs abgelehnt, da sie darin ein Überspielen der tatsächlich vorhandenen Unterschiede und eine vorgetäuschte Einigkeit sehen, die zu mehr Konflikten führen kann als ein realistisches Anerkennen der Unterschiede.
</p><p>1986 rief <a href="Papst" title="Papst">Papst</a> <a href="Johannes_Paul_II." title="Johannes Paul II.">Johannes Paul II.</a> gegen heftige innerkatholische Widerstände hinweg ein <a href="Weltgebetstreffen" title="Weltgebetstreffen">Weltgebetstreffen</a> der Religionen nach <a href="Assisi" title="Assisi">Assisi</a> ein. Die Nachfolgetreffen, die seither jedes Jahr von der <a href="Gemeinschaft_Sant%E2%80%99Egidio" title="Gemeinschaft Sant’Egidio">Gemeinschaft Sant’Egidio</a> veranstaltet werden und neben hochrangigen Religionsführern auch nicht-religiöse Intellektuelle zusammenbringen, haben das Vertrauen der Religionsführer zueinander gestärkt und zu konkreten Initiativen der interreligiösen Zusammenarbeit für Frieden und Menschlichkeit geführt. So schuf etwa der Besuch der Teilnehmer, darunter auch muslimischer Geistlicher, im <a href="Staatliches_Museum_Auschwitz-Birkenau" title="Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau">Konzentrationslager Auschwitz</a> (nach dem Friedensgebet 1989 in <a href="Warschau" title="Warschau">Warschau</a>, <a href="Polen" title="Polen">Polen</a>) erstmals in der muslimischen Welt ein Bewusstsein für die Realität der <a href="Holocaust" title="Holocaust">Shoah</a>. Das Friedensgebet 1986 im <a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">rumänischen</a> <a href="Bukarest" title="Bukarest">Bukarest</a> ermöglichte den späteren Besuch von Papst Johannes Paul II., der mit Rumänien zum ersten Mal ein mehrheitlich orthodoxes Land besuchte. Auch die Initiativen für Friedensverhandlungen für <a href="Mosambik" title="Mosambik">Mosambik</a> und <a href="Algerien" title="Algerien">Algerien</a> gingen von diesen Friedenstreffen aus.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Interreligiöse_Begegnungsstätten"><span id="Interreligi.C3.B6se_Begegnungsst.C3.A4tten"></span>Interreligiöse Begegnungsstätten</h3></div>
<p>Spätestens seit den neunziger Jahren lässt sich im deutschsprachigen Raum ein verstärktes Bemühen erkennen, interreligiöse Aktivitäten nicht im Stadium von Einzelbegegnungen zu belassen, sondern ihnen Kontinuität und feste Orte zu verleihen. Bereits seit 1993 existieren in der Schweiz das <i>Zürcher Lehrhaus</i> (seit 2015: Zürcher Institut für interreligiösen Dialog).<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> als jüdisch-christlich-islamische Bildungsinstitution und das <a href="Lassalle-Haus" title="Lassalle-Haus">Lassalle-Haus</a> als Begegnungsort östlicher Spiritualität und christlicher Mystik. 1995 gründete <a href="Hans_K%C3%BCng" title="Hans Küng">Hans Küng</a> in Tübingen die <a href="Weltethos#Stiftung" title="Weltethos">Stiftung Weltethos</a> für interkulturelle und interreligiöse Forschung, Bildung und Begegnung.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwischen 2005 und 2008 entstand in Hannover ein <a href="Haus_der_Religionen_(Hannover)" title="Haus der Religionen (Hannover)">Haus der Religionen</a>; 2010 wurde in Stuttgart nach dem historischen Vorbild des <a href="Freies_J%C3%BCdisches_Lehrhaus" title="Freies Jüdisches Lehrhaus">Freien Jüdischen Lehrhauses</a> ein Stuttgarter Lehrhaus ins Leben gerufen.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 2014 eröffnete das <a href="Haus_der_Religionen_(Bern)" title="Haus der Religionen (Bern)">Haus der Religionen</a> in Bern; ein Lehrhaus der Religionen in München<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und ein <a href="House_of_One" title="House of One">House of One</a> in Berlin befinden sich in Planung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Akademischer_Austausch">Akademischer Austausch</h3></div>
<p>Während gemeinsames Gebet und gemeinsame Gottesdienste oft abgelehnt werden, haben sich im universitären Kontext oder im schulischen Unterricht Möglichkeiten der Zusammenarbeit aufgezeigt: So können beispielsweise im jüdisch-christlichen Dialog ein jüdischer <a href="Lehrstuhl" title="Lehrstuhl">Lehrstuhl</a> für <a href="Altes_Testament" title="Altes Testament">Alttestamentliche</a> <a href="Theologie" title="Theologie">Theologie</a> an einer theologischen <a href="Fakult%C3%A4t_(Hochschule)" title="Fakultät (Hochschule)">Fakultät</a>, gemeinsamer <a href="Hebr%C3%A4ische_Sprache" title="Hebräische Sprache">Hebräisch</a>-Unterricht oder gemeinsames Studium des Alten Testaments zum <a href="Vertikale_%C3%96kumene" title="Vertikale Ökumene">gegenseitigen Verständnis</a> beitragen. Eine ganze Reihe von neuen Studiengängen, Hochschulinstituten, Symposien und Kongressen widmet sich im deutschsprachigen Raum dem interreligiösen Austausch auf akademischer Ebene. Hierzu zählen beispielsweise das <a href="Institut_f%C3%BCr_%C3%96kumenische_Forschung" title="Institut für Ökumenische Forschung">Institut für Ökumenische Forschung</a> an der Universität Tübingen, das <a href="Zentrum_f%C3%BCr_Komparative_Theologie_und_Kulturwissenschaften" title="Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften">Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften</a> an der Universität Paderborn oder das Zentrum für Interreligiöse Studien an der Universität Bamberg. Die <a href="Kirchliche_P%C3%A4dagogische_Hochschule_Wien/Krems" class="mw-redirect" title="Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems">Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems</a> beherbergt neben der Ausbildung „Christliche Konfessionen“ (katholisch, evangelisch und altkatholisch, orthodox, orientalisch-orthodox, freikirchlich) auch die drei Institute <i>Islamische</i>, <i>Alevitische</i> und <i>Jüdische Religion</i>.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Verbindung unter dem Dach einer Hochschule begünstigt organisierte sowie spontane Begegnungen.
</p><p>Eine besondere Form des interreligiösen Austausches stellt das <a href="Weltparlament_der_Religionen" title="Weltparlament der Religionen">Weltparlament der Religionen</a> dar, auf dem die Vertreter verschiedener Religionen ihre Ansichten einander nahe bringen. Ein <a href="Interreligi%C3%B6ses_Gebet" class="mw-redirect" title="Interreligiöses Gebet">gemeinsames Gebet</a> ist nicht vorgesehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Institutionelle_Grundlagen_des_interreligiösen_Dialogs_in_Deutschland"><span id="Institutionelle_Grundlagen_des_interreligi.C3.B6sen_Dialogs_in_Deutschland"></span>Institutionelle Grundlagen des interreligiösen Dialogs in Deutschland</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Institutionalisierte_Formen_des_bilateralen_Dialogs">Institutionalisierte Formen des bilateralen Dialogs</h3></div>
<p>Die über 80 <i>Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit</i> mit ca. 20.000 Mitgliedern und ihr Dachverband, der <i>Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit</i>,<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> entstanden in Deutschland nach <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> und <a href="Holocaust" title="Holocaust">Holocaust</a>, setzen sich für die <a href="Auss%C3%B6hnung" class="mw-redirect" title="Aussöhnung">Aussöhnung</a> zwischen jüdischen und nichtjüdischen Deutschen, Verständigung zwischen <a href="Christen" class="mw-redirect" title="Christen">Christen</a> und <a href="Juden" title="Juden">Juden</a> und ein friedliches Zusammenleben von Völkern und Religionen sowie gegen <a href="Geschichte_des_Antisemitismus_seit_1945" title="Geschichte des Antisemitismus seit 1945">Antisemitismus</a> und <a href="Rechtsextremismus" title="Rechtsextremismus">Rechtsradikalismus</a> ein. Seit ihrer Gründung haben sowohl die Einzelgesellschaften als auch ihr Dachverband jeweils einen jüdischen, einen evangelischen sowie einen katholischen Vorsitzenden. Der Deutsche Koordinierungsrat ist die größte Vereinigung unter den 32 Mitgliedern des <a href="Internationaler_Rat_der_Christen_und_Juden" title="Internationaler Rat der Christen und Juden">Internationalen Rats der Christen und Juden</a> (ICCJ).
</p><p>Seit 1976 besteht die Islamisch-Christliche Arbeitsgruppe (ICA), in der verschiedene islamische Organisationen und die römisch-katholische, evangelische<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und griechisch-orthodoxe Kirche vertreten sind. Sie führt Tagungen und Konferenzen durch, berät über interreligiöse Projekte und hat den Austausch über Sachfragen zum Ziel. Christlich-islamische Dialogorganisationen haben sich im <a href="Koordinierungsrat_des_christlich-islamischen_Dialogs" title="Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs">Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs</a> (KCID) zusammengeschlossen, dessen älteste und größte (Stand 2017) Mitgliedsorganisation die <a href="Christlich-Islamische_Gesellschaft" title="Christlich-Islamische Gesellschaft">Christlich-Islamische Gesellschaft</a> ist.
</p><p>Siehe auch: <a href="Deutsche_Islamkonferenz" title="Deutsche Islamkonferenz">Deutsche Islamkonferenz</a>, <a href="Theologisches_Forum_Christentum_%E2%80%93_Islam" title="Theologisches Forum Christentum – Islam">Theologisches Forum Christentum – Islam</a>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Institutionalisierte_Formen_des_multilateralen_Dialogs">Institutionalisierte Formen des multilateralen Dialogs</h3></div>
<p>Der 1998 gegründete <a href="Runder_Tisch_der_Religionen_in_Deutschland" title="Runder Tisch der Religionen in Deutschland">Runde Tisch der Religionen in Deutschland</a> ist ein eigenständiges Gremium des interreligiösen Dialogs auf Bundesebene. Ihm gehören hochrangigen Repräsentanten von Religionsgemeinschaften in Deutschland an: <a href="EKD" class="mw-redirect" title="EKD">Evangelische Kirche</a>, <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">Römisch-katholische Kirche</a>, <a href="Orthodoxe_Kirche" class="mw-redirect" title="Orthodoxe Kirche">Orthodoxe Kirche</a>, <a href="Zentralrat_der_Juden_in_Deutschland" title="Zentralrat der Juden in Deutschland">Zentralrat der Juden in Deutschland</a>, <a href="T%C3%BCrkisch-Islamische_Union_der_Anstalt_f%C3%BCr_Religion" title="Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion">DITIB</a>, <a href="Islamrat" class="mw-redirect" title="Islamrat">Islamrat</a>, <a href="Zentralrat_der_Muslime_in_Deutschland" title="Zentralrat der Muslime in Deutschland">Zentralrat der Muslime in Deutschland</a>, <a href="Bahaitum" title="Bahaitum">Nationaler Geistiger Rat der Bahai</a> und <a href="Deutsche_Buddhistische_Union" title="Deutsche Buddhistische Union">Buddhistische Union</a>. Er trifft sich zweimal jährlich zur gegenseitigen Information über Entwicklungen in den Religionsgemeinschaften und Förderung des interreligiösen Dialogs – u.&nbsp;a. auch im Rahmen von <a href="%C3%96kumenischer_Kirchentag" title="Ökumenischer Kirchentag">Ökumenischen Kirchentagen</a> -, zu Stellungnahmen für die Presse<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und für die Religionsgemeinschaften sowie zur Planung des alljährlichen „Tags der Religionen“<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p><p>Im „Interreligiösen Arbeitskreis“ des 2017 aufgelösten Vereins <a href="Interkultureller_Rat_in_Deutschland" title="Interkultureller Rat in Deutschland">Interkultureller Rat in Deutschland</a> waren die <a href="Arbeitsgemeinschaft_Christlicher_Kirchen_in_Deutschland" title="Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland">Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland</a> (ACK), der <a href="Zentralrat_der_Juden_in_Deutschland" title="Zentralrat der Juden in Deutschland">Zentralrat der Juden in Deutschland</a>, der <a href="Zentralrat_der_Muslime_in_Deutschland" title="Zentralrat der Muslime in Deutschland">Zentralrat der Muslime in Deutschland</a> (ZMD), die <a href="Aleviten" title="Aleviten">Föderation der Aleviten-Gemeinden in Deutschland</a>, die <a href="Deutsche_Buddhistische_Union" title="Deutsche Buddhistische Union">Deutsche Buddhistische Union</a>, der <a href="Baha%E2%80%99i" class="mw-redirect" title="Baha’i">Nationale Geistige Rat der Baha’i</a> und der Verein <a href="Religions_for_Peace" title="Religions for Peace">Weltkonferenz der Religionen für den Frieden</a> (WCRP) vertreten. Der Arbeitskreis strebte als gemeinsames Ziel eine Kultur der sozialen <a href="Solidarit%C3%A4t" title="Solidarität">Solidarität</a> an.
Seine Aufgaben wurden nach der Auflösung des Interkulturellen Rates an das Abrahamische Forum in Deutschland e.&nbsp;V.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und die Stiftung für die <a href="Internationale_Wochen_gegen_Rassismus#Stiftung_für_die_Internationalen_Wochen_gegen_Rassismus" title="Internationale Wochen gegen Rassismus">Internationalen Wochen gegen Rassismus</a> übertragen.
Im Abrahamischen Forum erörtern Vertreter des <a href="Zentralrat_der_Juden_in_Deutschland" title="Zentralrat der Juden in Deutschland">Zentralrats der Juden in Deutschland</a>, der <a href="Arbeitsgemeinschaft_Christlicher_Kirchen_in_Deutschland" title="Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland">ACK</a>, des <a href="Zentralrat_der_Muslime_in_Deutschland" title="Zentralrat der Muslime in Deutschland">Zentralrats der Muslime in Deutschland</a>, der <a href="DITIB" class="mw-redirect" title="DITIB">DITIB</a> u.&nbsp;a. interreligiöse Fragestellungen und die Arbeit <a href="Abrahamitische_Religion" class="mw-redirect" title="Abrahamitische Religion"><i>Abrahamischer</i></a> (Juden, Muslime und Christen) und anderer „Interreligiöser Teams“. Sie sind in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit tätig.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_Einzelorganisationen">Weitere Einzelorganisationen</h3></div>
<p>Auf Dialog durch konkretes Handeln setzen Organisationen wie die <a href="Aktion_S%C3%BChnezeichen_Friedensdienste" title="Aktion Sühnezeichen Friedensdienste">Aktion Sühnezeichen Friedensdienste</a> (seit 1958), die <a href="Gr%C3%BCnhelme_(Verein)" title="Grünhelme (Verein)">Grünhelme</a> (seit 2003) und die <a href="Fokolar-Bewegung" class="mw-redirect" title="Fokolar-Bewegung">Fokolar-Bewegung</a> (seit 1943), die eine weltweite Geschwisterlichkeit durch den Dialog von Menschen verschiedener Konfessionen, Religionen und nicht-religiöser Weltanschauungen zum Ziel hat, die sich in sozialen und humanitären Initiativen konkretisiert. Versöhnung, Vertrauen und Respekt durch praktische Zusammenarbeit zu fördern ist auch das Ziel kleinerer Projekte wie z.&nbsp;B. „fischen versöhnt“, wobei versucht wird, die Ursache eines Konflikts aufzugreifen und in diesem Bereich nach einer praktischen Lösung zu suchen, die beide Konfliktparteien einbezieht.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weitere Organisationen des interreligiösen Dialogs in Deutschland sind unter anderem die <a href="Arbeitsgemeinschaft_der_Kirchen_und_Religionsgesellschaften" title="Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgesellschaften">Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgesellschaften</a>, das <a href="Bendorfer_Forum_f%C3%BCr_%C3%B6kumenische_Begegnung_und_interreligi%C3%B6sen_Dialog" title="Bendorfer Forum für ökumenische Begegnung und interreligiösen Dialog">Bendorfer Forum für ökumenische Begegnung und interreligiösen Dialog</a>, die Initiative Faiths In Tune (im Rahmen derer unter anderem das Festival der Religionen in Berlin und Köln organisiert wird), das Café Abraham Deutschland, die <a href="Eugen-Biser-Stiftung" title="Eugen-Biser-Stiftung">Eugen-Biser-Stiftung</a>, die <a href="Freunde_Abrahams" title="Freunde Abrahams">Freunde Abrahams</a>, die <a href="Georges-Anawati-Stiftung" title="Georges-Anawati-Stiftung">Georges-Anawati-Stiftung</a> und der <a href="Rat_der_Religionen" title="Rat der Religionen">Räte der Religionen</a> (siehe auch <a href="Christlich-islamischer_Dialog#Deutschland" title="Christlich-islamischer Dialog">Christlich-islamischer Dialog</a> und <a href="Kirchen_und_Judentum_nach_1945#Jüdisch-christlicher_Dialog" title="Kirchen und Judentum nach 1945">Christlich-jüdischer Dialog</a> in Deutschland und <a href="Liste_interreligi%C3%B6ser_Organisationen#Nationale_Institutionen_(Deutschland,_Österreich,_Schweiz)" title="Liste interreligiöser Organisationen">Liste interreligiöser Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Staatliche_Förderung_des_interreligiösen_Dialogs"><span id="Staatliche_F.C3.B6rderung_des_interreligi.C3.B6sen_Dialogs"></span>Staatliche Förderung des interreligiösen Dialogs</h3></div>
<p>2002 unterstützte die Bundesregierung Projekte des christlich-islamischen Dialogs mit 425.000 Euro. Dazu gehörten z.&nbsp;B. Dialogseminare für <a href="Imam" title="Imam">Imame</a> (2002: 50.000 Euro), die Unterstützung des <a href="Koordinierungsrat_des_christlich-islamischen_Dialogs" title="Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs">KCID</a> (projektbezogen) und der <a href="Muslimische_Akademie_in_Deutschland" title="Muslimische Akademie in Deutschland">Muslimischen Akademie</a> (60.000 Euro jährlich von 2004 bis 2010). Zudem werden Organisationen wie die <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a> (bpb) finanziert, die sich, wie auch die <a href="Friedrich-Ebert-Stiftung" title="Friedrich-Ebert-Stiftung">Friedrich-Ebert-Stiftung</a> (FES) u.&nbsp;a. im interreligiösen Dialog engagieren. Auch Universitäten fördern den interreligiösen Dialog, beispielsweise durch dialogpraktische Seminare.
</p><p>Das friedliche Zusammenleben in Deutschland zu stärken, war auch Ziel des Projekts „Weißt du, wer ich bin?“.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es unterstützte den Dialog der Religionen auf Basisebene, indem es den Erfahrungsaustausch zwischen Juden, Christen und Muslimen fördert. Beteiligt waren die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), der Zentralrat der Juden, der Zentralrat der Muslime (ZMD) und die Türkisch-Islamische Union der <a href="DITIB" class="mw-redirect" title="DITIB">DITIB</a>. Das Bundesinnenministerium unterstützte das Projekt.
</p><p>Seit <a href="2015" title="2015">2015</a> fördert das <a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Bildung_und_Forschung" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Bildung und Forschung">Bundesministerium für Bildung und Forschung</a> das Programm des interreligiösen und weltanschaulichen Dialogs <i>Dialogperspektiven: Religionen und Weltanschauungen im Gespräch</i> des <a href="Ernst_Ludwig_Ehrlich_Studienwerk" title="Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk">Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks</a>, das sich an Studierende und Promovierende der deutschen <a href="Begabtenf%C3%B6rderwerk" class="mw-redirect" title="Begabtenförderwerk">Begabtenförderwerke</a> richtet<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Seit <a href="2019" title="2019">2019</a> ist dieses Programm um das europäische Programm <i>European Scholarship Programme@DialoguePerspectives</i> erweitert, das vom deutschen <a href="Ausw%C3%A4rtiges_Amt" title="Auswärtiges Amt">Auswärtigen Amt</a> gefördert wird.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Organisationen_des_interreligiösen_Dialogs_in_Österreich"><span id="Organisationen_des_interreligi.C3.B6sen_Dialogs_in_.C3.96sterreich"></span>Organisationen des interreligiösen Dialogs in Österreich</h2></div>
<p>Die Plattform für Interreligiöse Begegnung (PFIRB)<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurde 2002 von Vertretern verschiedener religiöser Gemeinschaften gegründet. Ihr Anliegen ist es, Begegnungen von Angehörigen verschiedener Religionen zu ermöglichen und aktiv zur Entstehung einer Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit beizutragen.
</p><p>Weiters gibt es das <a href="Komyoji" title="Komyoji">Komyoji</a> und das <a href="K%C3%B6nig-Abdullah-Zentrum_f%C3%BCr_interreligi%C3%B6sen_und_interkulturellen_Dialog" title="König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog">König-Abdullah-Zentrum</a> (AICIID).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Organisationen_des_interreligiösen_Dialogs_in_der_Schweiz"><span id="Organisationen_des_interreligi.C3.B6sen_Dialogs_in_der_Schweiz"></span>Organisationen des interreligiösen Dialogs in der Schweiz</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Schweizerischer_Rat_der_Religionen" title="Schweizerischer Rat der Religionen">Schweizerischer Rat der Religionen</a> und <a href="Institut_f%C3%BCr_J%C3%BCdisch-Christliche_Forschung" title="Institut für Jüdisch-Christliche Forschung">Institut für Jüdisch-Christliche Forschung</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wichtige_Akteure_des_Interreligiösen_Dialogs"><span id="Wichtige_Akteure_des_Interreligi.C3.B6sen_Dialogs"></span>Wichtige Akteure des Interreligiösen Dialogs</h2></div>
<p>Nach 1991 versuchte <a href="Klaus_Otte_(Theologe)" title="Klaus Otte (Theologe)">Klaus Otte</a>, in Deutschland den interreligiösen Dialog auch in einer Landgemeinde zum Thema zu machen; dafür wurde ihm im Jahr 1999 das <a href="Bundesverdienstkreuz" class="mw-redirect" title="Bundesverdienstkreuz">Bundesverdienstkreuz</a> verliehen.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Eugen_Drewermann" title="Eugen Drewermann">Eugen Drewermann</a> erhielt für sein kontinuierliche Eintreten für ein verständnisvolles Miteinander von Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen den <a href="Erich-Fromm-Preis" title="Erich-Fromm-Preis">Erich-Fromm-Preis</a> 2007. Zu den Pionieren des interreligiösen Dialogs in Deutschland gehörte auch der ehemalige Schleswiger Propst <a href="Reinhard_von_Kirchbach" title="Reinhard von Kirchbach">Reinhard von Kirchbach</a>.
</p><p>Als ein Höhepunkt des interreligiösen Dialogs in Deutschland gilt der Besuch des <a href="Dalai_Lama" title="Dalai Lama">Dalai Lama</a> auf dem <a href="%C3%96kumenischer_Kirchentag_2003" title="Ökumenischer Kirchentag 2003">ersten ökumenischen Kirchentag</a> 2003 in Berlin.
</p><p><a href="Paul_Spiegel" title="Paul Spiegel">Paul Spiegel</a> sagte 2006 als damaliger Vorsitzender des <a href="Zentralrat_der_Juden_in_Deutschland" title="Zentralrat der Juden in Deutschland">Zentralrats der Juden in Deutschland</a>, über die Reaktionen auf die <a href="Mohammed-Karikaturen" title="Mohammed-Karikaturen">Mohammed-Karikaturen</a>, dieser Streit sei ein schrecklicher Beweis für das Scheitern des politischen und interreligiösen Dialogs zwischen den verschiedenen Kulturen.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Auszeichnungen">Auszeichnungen</h2></div>
<ul><li>In Deutschland wird seit 1997 der <a href="Muhammad-Nafi-Tschelebi-Preis" title="Muhammad-Nafi-Tschelebi-Preis">Muhammad-Nafi-Tschelebi-Friedenspreis</a> vergeben, der den interreligiösen Dialog, speziell den jüdisch-christlich-islamischen Dialog, fördern soll.</li>
<li>In Österreich wird seit 2010 der <a href="Kurt-Schubert-Ged%C3%A4chtnispreis" title="Kurt-Schubert-Gedächtnispreis">Kurt-Schubert-Gedächtnispreis</a> für interreligiösen Dialog vergeben.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_interreligi%C3%B6ser_Organisationen" title="Liste interreligiöser Organisationen">Liste interreligiöser Organisationen</a></li>
<li><a href="Abrahamitische_%C3%96kumene" class="mw-redirect" title="Abrahamitische Ökumene">Abrahamitische Ökumene</a></li>
<li><a href="Vertikale_%C3%96kumene" title="Vertikale Ökumene">Vertikale Ökumene</a></li>
<li><a href="Kirchen_und_Judentum_nach_1945" title="Kirchen und Judentum nach 1945">Kirchen und Judentum nach 1945</a></li>
<li><a href="Noachidische_Gebote" title="Noachidische Gebote">Noachidische Gebote</a></li>
<li><a href="Religionstheologischer_Pluralismus" title="Religionstheologischer Pluralismus">Religionstheologischer Pluralismus</a></li>
<li><a href="Zivilreligion" title="Zivilreligion">Zivilreligion</a></li>
<li><a href="Mikado_(Fachbibliothek)" title="Mikado (Fachbibliothek)">Mikado (Fachbibliothek)</a> – Theologische Fachbibliothek zu den Themen Interreligiöser Dialog, Kontextuelle Theologie und Religionswissenschaft.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Peter_Antes" title="Peter Antes">Peter Antes</a>, Werner Rück, Bernhard Uhde: <i>Islam – Hinduismus – Buddhismus: Eine Herausforderung des Christentums.</i> Matthias-Grünewald, Mainz 1977, ISBN 3-7867-0397-3.</li>
<li><a href="Michael_von_Br%C3%BCck" title="Michael von Brück">Michael von Brück</a>: <i>Buddhismus und Christentum: Geschichte, Konfrontation, Dialog.</i> Beck, München 1997, ISBN 3-406-42646-8.</li>
<li>Edwin Egeter: <i>Deutungsmuster im „christlichen Zen“. Eine religionswissenschaftliche Untersuchung.</i> Akademikerverlag, Saarbrücken 2013, ISBN 978-3-639-49413-6.</li>
<li>Samet Er (Hrsg.): <i>Handbuch des interreligiösen Dialogs. Möglichkeiten der gesellschaftlichen Vielfalt.</i> (<i>Interreligiöse Begegnungen. Studien und Projekte.</i>) Lit Verlag, Münster 2020, ISBN 978-3-643-14585-7.</li>
<li>Thomas Josef Götz, Thomas Gerold (Hrsg.): <i>Die Mystik im Buddhismus und im Christentum und Aspekte des interreligiösen Dialogs.</i> EOS-Verlag, St. Ottilien 2006, ISBN 3-8306-7232-2.</li>
<li>Reinhart Hummel: <i>Religiöser Pluralismus oder Christliches Abendland? Herausforderung an Kirche und Gesellschaft.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994, ISBN 3-534-11717-4.</li>
<li><a href="Dalai_Lama" title="Dalai Lama">Dalai Lama</a>: <i>Das Herz aller Religionen ist eins.</i> Goldmann, München 1999, ISBN 3-442-13278-9.</li>
<li><a href="Jonathan_Magonet" title="Jonathan Magonet">Jonathan Magonet</a>: <i>Abraham – Jesus – Mohammed: Interreligiöser Dialog aus jüdischer Perspektive.</i> Gütersloh 2000, ISBN 3-579-00735-1.</li>
<li><a href="Sebastian_Painadath" title="Sebastian Painadath">Sebastian Painadath</a>: <i>Der Geist reißt Mauern nieder: Die Erneuerung unseres Glaubens durch interreligiösen Dialog.</i> Kösel, München 2002, ISBN 3-466-36591-0.</li>
<li>Mikel de Epalza: <i>Jesus zwischen Juden, Christen und Muslimen: Interreligiöses Zusammenleben auf der iberischen Halbinsel (6.-17. Jahrhundert).</i> Otto Lembeck, 2002, ISBN 3-87476-393-5.</li>
<li><a href="J%C3%BCrgen_Micksch" title="Jürgen Micksch">Jürgen Micksch</a>: <i>Abrahamische und Interreligiöse Teams.</i> Otto Lembeck, 2003, ISBN 3-87476-421-4.</li>
<li>Dalai Lama, <a href="Eugen_Drewermann" title="Eugen Drewermann">Eugen Drewermann</a>: <i>Der Weg des Herzens: Gewaltlosigkeit und Dialog zwischen den Religionen.</i> Patmos 2003, ISBN 3-491-69078-1.</li>
<li><a href="Gritt_Klinkhammer" title="Gritt Klinkhammer">Gritt Klinkhammer</a>, Hans-Ludwig Frese, Ayla Satilmis, Tina Seibert: <i>Interreligiöse und interkulturelle Dialoge mit MuslimInnen in Deutschland. Eine quantitative und qualitative Studie.</i> Universität Bremen, Bremen 2011, ISBN 978-3-88722-722-7. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://elib.suub.uni-bremen.de/edocs/00102006-1.pdf">(online)</a> (= Veröffentlichungen des Instituts für Religionswissenschaft und Religionspädagogik; PDF; 3,2&nbsp;MB)</li>
<li><a href="Michael_Kl%C3%B6cker" title="Michael Klöcker">Michael Klöcker</a>, <a href="Udo_Tworuschka" title="Udo Tworuschka">Udo Tworuschka</a> (Hrsg.): <i>Ethik der Weltreligionen. Ein Handbuch.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-17253-1.</li>
<li><a href="Matthias_Lutz-Bachmann" title="Matthias Lutz-Bachmann">Matthias Lutz-Bachmann</a>, Alexander Fidora (Hrsg.): <i>Juden, Christen und Muslime: Religionsdialoge im Mittelalter.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-17533-6.</li>
<li>Genro Laoshi: <i>Zen-sucht nach dem Wanderer: Alle Religionen bilden eine untrennbare Einheit.</i> G. Beirer, Wien 2005, ISBN 3-200-00384-7.</li>
<li>Christiane Sautter: <i>Was uns verbindet und was uns unterscheidet: Die Familie im Kontext der großen Religionen.</i> Verlag für Systemische Konzepte, 2005, ISBN 3-9809936-2-0.</li>
<li>Badru D. Kateregga, David Shenk: <i>Woran ich glaube: Ein Muslim und Christ im Gespräch.</i> Neufeld, Schwarzenfeld 2005, ISBN 3-937896-15-5.</li>
<li><a href="Erwin_Bader" title="Erwin Bader">Erwin Bader</a>: <i>Dialog der Religionen: Ohne Religionsfrieden kein Weltfrieden.</i> Mit Beiträgen von Religionsvertretern, Theologen und Philosophen. 2. Auflage. LIT, Münster 2006, ISBN 3-8258-8929-7.</li>
<li><a href="Reinhold_Bernhardt" title="Reinhold Bernhardt">Reinhold Bernhardt</a>: <i>Ende des Dialogs? Die Begegnung der Religionen und ihre theologische Reflexion.</i> TVZ, Zürich 2006, ISBN 3-290-17391-7 (Beiträge zu einer Theologie der Religionen 2).</li>
<li>Reinhold Bernhardt: <i>Inter-Religio. Das Christentum in Beziehung zu anderen Religionen.</i> TVZ, Zürich 2019, ISBN 978-3-290-18212-0 (Beiträge zu einer Theologie der Religionen 16).</li>
<li><a href="Karl-Josef_Kuschel" title="Karl-Josef Kuschel">Karl-Josef Kuschel</a>: <i>Juden – Christen – Muslime: Herkunft und Zukunft.</i> Patmos, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-491-72500-3.</li>
<li><a href="Werner_Thiede" title="Werner Thiede">Werner Thiede</a>: <i>Wer ist der kosmische Christus? Karriere und Bedeutungswandel einer modernen Metapher.</i> Göttingen 2001, ISBN 3-525-56548-8. (Kirche – Konfession – Religion 44)</li>
<li><a href="Udo_Tworuschka" title="Udo Tworuschka">Udo Tworuschka</a> (Hrsg.): <i>Die Weltreligionen und wie sie sich gegenseitig sehen.</i> Primus, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-89678-290-8.</li>
<li><a href="Gustav_Mensching" title="Gustav Mensching">Gustav Mensching</a>: <i>Der offene Tempel. Die Weltreligionen im Gespräch miteinander.</i> Stuttgart 1974.</li>
<li>Geschäftsstelle der <a href="Arnoldshainer_Konferenz" title="Arnoldshainer Konferenz">Arnoldshainer Konferenz</a>, Lutherisches Kirchenamt der <a href="VELKD" class="mw-redirect" title="VELKD">VELKD</a> (Hrsg.): <i>Religionen, Religiosität und christlicher Glaube. Eine Studie.</i> Gütersloher Verlagshaus Gerd Mohn, 1991, ISBN 3-579-01959-7.</li>
<li>Hans-Christoph Goßmann, Michael Möbius (Hrsg.): <i>Ich glaube den interreligiösen Dialog. Zugänge zu Leben und Wirken des Wegbereiters Reinhard von Kirchbach.</i> Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2008, ISBN 978-3-88309-438-0.</li>
<li>Werner Höbsch: <i>Und ist es wirklich wahr, Sihdi, dass du ein <a href="K%C4%81fir" title="Kāfir">Giaur</a> bleiben willst, ein Ungläubiger? <a href="Karl_May" title="Karl May">Karl May</a> und der interreligiöse Dialog.</i> In: Christoph F. Lorenz<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (Hrsg.): <i>Zwischen Himmel und Hölle. Karl May und die Religion.</i> 2. Auflage. Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul 2013, ISBN 978-3-7802-0165-2, S. 365–390.</li>
<li>Friedrich Erich Dobberahn: <i>Über den neuesten Versuch christlich-religionsgeschichtlicher Forschung, eine andere Weltreligion zu diskreditieren – Kritische Überlegungen zur Anwendung der Saarbrücker Islamforschung im interreligiösen Dialog.</i> in: Journal of Religious Culture / Journal für Religionskultur, hg. v. Edmund Weber u.&nbsp;a., Schriftenreihe bei der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Nr. 180, 2013, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%221434-5935%22&amp;key=cql">1434-5935</a></span></span></li>
<li>Philipp Thull, <a href="Hamid_Reza_Yousefi" class="mw-redirect" title="Hamid Reza Yousefi">Hamid Reza Yousefi</a> (Hrsg.): <i>Interreligiöse Toleranz. Von der Notwendigkeit des christlich-islamischen Dialogs.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-534-26412-4.</li>
<li>Andreas Renz: <i>Die katholische Kirche und der interreligiöse Dialog. 50 Jahre „Nostra aetate“ – Vorgeschichte, Kommentar, Rezeption.</i> Kohlhammer, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-17-023425-3.</li>
<li><a href="Henning_Wrogemann" title="Henning Wrogemann">Henning Wrogemann</a>, <i>Theologie Interreligiöser Beziehungen. Religionstheologische Denkwege, kulturwissenschaftliche Anfragen und ein methodischer Neuansatz.</i> Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2015, ISBN 978-3-579-08143-4.</li>
<li>Ernst Fürlinger (Hrsg.): <i>Handwerker der Hoffnung. Papst Franziskus und der interreligiöse Dialog</i>. Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2023, ISBN 978-3-7022-4099-8.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Interfaith_dialogue?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Interfaith dialogue</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li>David Basinger:&nbsp;<a rel="nofollow" class="external text" href="http://plato.stanford.edu/entries/religious-pluralism/"><i>Religious Diversity (Pluralism).</i></a> In: Edward N. Zalta (Hrsg.): <i><a href="Stanford_Encyclopedia_of_Philosophy" title="Stanford Encyclopedia of Philosophy">Stanford Encyclopedia of Philosophy</a></i>.</li>
<li><a href="Ulrich_Dehn" title="Ulrich Dehn">Ulrich Dehn</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.ezw-berlin.de/html/3_152.php"><i>Interreligiöser Dialog</i></a>, Lexikon der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Berlin 2006.</li>
<li><a href="Hans_Kessler_(Theologe%2C_1938)" title="Hans Kessler (Theologe, 1938)">Hans Kessler</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20060830191946/http://www.con-spiration.de/texte/trialog.html"><i>Trialog zwischen Juden, Christen und Muslimen</i></a></li>
<li><a href="Karlo_Meyer" title="Karlo Meyer">Karlo Meyer</a>, Monika Tautz: Didaktik der Religionen, in: Online-Lexikon für Religionspädagogik, <a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/100068/">http://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/100068/</a></li>
<li>Jane Smith: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://religion.oxfordre.com/view/10.1093/acrefore/9780199340378.001.0001/acrefore-9780199340378-e-11"><i>Muslim-Christian Relations: Historical and Contemporary Realities</i></a>, Oxford 2015, <a href="https://doi.org/10.1093/acrefore/9780199340378.013.11" class="extiw external" title="doi:10.1093/acrefore/9780199340378.013.11">doi:10.1093/acrefore/9780199340378.013.11</a></li>
<li><a href="Michael_Sturm-Berger" title="Michael Sturm-Berger">Michael Sturm-Berger</a>: <i>Interreligiöser Dialog. Eine kurz gefasste Geschichte desselben unter besonderer Berücksichtigung der Ereignisse in Deutschland und Berlin</i> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.akr-berlin.de/20.html">(online auf akr-berlin.de)</a>.</li>
<li><i>Dialog der Religionen</i> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kbwn.de/html/dialog_der_religionen.html">(online auf kbwn.de)</a></li>
<li>Plattform für interreligiösen Austausch Trialog <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.3alog.net/">www.3alog.net</a></li>
<li>Christian Ströbele: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fernblick-wuerzburg.de/ausgabe-7-juli-2019/interreligioeser-dialog/">Interreligiöser Dialog – Zielbestimmungen, Voraussetzungen und Themenfelder der Gegenwart</a></i> (fernblick-wuerzburg.de)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fußnoten"><span id="Fu.C3.9Fnoten"></span>Fußnoten</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Michael Hollenbach: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.deutschlandradiokultur.de/der-interreligioese-dialog-nach-9-11.1278.de.html?dram:article_id=192846"><i>Der interreligiöse Dialog nach 9/11.</i></a> 11.&nbsp;September 2011,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 7.&nbsp;Januar 2017</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AInterreligi%C3%B6ser+Dialog&amp;rft.title=Der+interreligi%C3%B6se+Dialog+nach+9%2F11&amp;rft.description=Der+interreligi%C3%B6se+Dialog+nach+9%2F11&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.deutschlandradiokultur.de%2Fder-interreligioese-dialog-nach-9-11.1278.de.html%3Fdram%3Aarticle_id%3D192846&amp;rft.creator=Michael+Hollenbach&amp;rft.date=2011-09-11">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Vita Leo Baeck <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zentralratdjuden.de/de/topic/37.html">www.zentralratdjuden.de</a></span>
</li>
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</li>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4192352-2">4192352-2</a></span> &nbsp;| Anmerkung: <i>Auch <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/1051343178">1051343178</a> für „Interreligiöser Dialog &lt;Motiv&gt;“</i></div>
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Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-07-24" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Interreligi%C3%B6ser_Dialog&amp;oldid=258252280">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
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